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Tipps für ein entspanntes Siedeln

Siedeln ist für jeden Menschen Stress. Gerade in größeren Wohnanlagen, wie sie auch die Wohnbaugruppe ENNSTAL errichtet, kommt es rasch zum Siedlungschaos. Die erste Krise mit den Nachbarn ist vorprogrammiert, es folgen die nächsten mit dem anfallenden Müll durch voluminöse Verpackungsmaterialien.

Dass es auch anders geht, weiß Magdalena Liebethat, Siedlungsbetreuerin und Mediatorin der Wohnbaugruppe ENNSTAL. Seit einigen Jahren schon bietet man für viele künftige Bewohner großer Wohnhausanlagen eine Einzugsbegleitung an, die Konflikte von vorne herein zu vermeiden sucht. Schließlich ist eine gute Nachbarschaft eine wesentliche Voraussetzung, dass man sich in seinen eigenen vier Wänden wohlfühlt. Darum sollte man auch von Anfang an auf ein gutes Einvernehmen mit seinen (künftigen) Nachbarn achten. Wie das gelingt, dafür hat Liebethat einige Tipps parat:

 

Info Abende zum Thema Siedeln nutzen

Noch vor der Übergabe einer großen Wohnanlage veranstaltet die ENW – die Bauleitung und die zuständige Hausverwalterin bzw. der zuständige Hausverwalter gemeinsam mit dem Servicebüro zusammen>wohnen< – Info-Abende für ihre künftigen Bewohner. Hier wird bereits auf mögliche Herausforderungen beim Einzug hingewiesen und es werden entsprechende Infos zur Vermeidung von Konfliktsituationen vermittelt, z. B. über:

 

  • ein Verkehrsleitsystem während der Einzugstage, um chaotische Zustände durch zu- und abfahrende Autos zu vermeiden

  • Parkmöglichkeiten für Umzugswägen, um den Verkehrsfluss auch während des Umzugs möglichst aufrechtzuerhalten 

  • Hinweise zu Standorten zusätzlicher Container für den Verpackungsmüll

 

Und natürlich sind diese Info-Abende eine ideale Möglichkeit seine künftigen Nachbarn schon einmal kennenzulernen und damit einen Grundstein für ein gutes Miteinander zu legen.

Siedeln 

 

Rücksichtnahme auch in Stresssituationen beim Siedeln

„Beim Beziehen einer neuen Wohnhausanlage ist der Kopf für den Nachbarn nicht frei. Jeder ist mit sich und dem neuen Wohnumfeld beschäftigt“, so Magdalena Liebethat. Selbstverständlich will jeder möglichst rasch eine Wohnsituation schaffen, in der er sich einigermaßen wohlfühlen kann. 

  • Dennoch muss jedem klar sein, dass lärmende Montagearbeiten um Mitternacht auch im Stress eines Umzugs für niemanden akzeptabel sind.

 

Grundregeln der Höflichkeit – nicht nur beim Siedeln

Was früher selbstverständlich war, gilt auch heute noch: „Geht zu euren Nachbarn und stellt euch vor“, empfiehlt Liebethat. Auch wenn man sich beim Info-Abend vielleicht schon mal kurz begegnet ist, so schafft eine persönliche Vorstellungsrunde doch einen ganz anderen Zugang zu seinen künftigen Nachbarn. Und das ist eine entsprechend gute Gesprächsbasis für die Zukunft.                              

  • Vorstellen ist ein großer Schritt in Richtung einer guten Nachbarschaft. 

 

Warum Grüßen so wichtig ist

Ganz ähnlich verhält es sich mit dem Grüßen. „Grüßen ist in allen meinen Mediationen ein Thema und birgt ein großes Konfliktpotenzial“, so Magdalena Liebethat. Viele dieser Konflikte beruhen auf  Missverständnissen – vor allem im interkulturellen Bereich. Ein aufgrund mancher Hemmschwelle unterlassenes Grüßen wird fälschlicherweise oft als Desinteresse oder gar Unhöflichkeit interpretiert. So entstehen völlig grundlos erste „Anfeindungen“.

  • Grüßen sollte daher für alle Bewohner einer Siedlung selbstverständlich sein.

 

Mit diesen einfachen Regeln bzw. Verhaltensweisen steht einem guten Start in der neuen Wohnumgebung nichts mehr im Wege. Und man hat die Sicherheit, im Bedarfsfall auch einmal auf die Hilfe seiner Nachbarn zurückgreifen zu können – sei es, wenn das Mehl ausgeht oder ein paar Tage lang die Zeitung vor der Tür wegzuräumen ist.