Von Lieblingsorten, besetzten Couch-Plätzen und Umzügen
Es ist ein schönes Gefühl, sich nach einem Arbeitstag mit der Familie um die Kochinsel zu versammeln und den Tag Revue passieren zu lassen. Auch wenn man dabei von seinen Kindern „ermahnt“ wird, auf den persönlichen Fußabdruck zu achten. „Es ist sehr wichtig, dass das wieder Thema ist“, sagt Alexander Reiter, seit September 2020 Teil des Vorstands der Wohnbaugruppe ENNSTAL, im Gespräch über Wohnqualität, Klimaschutz und Zukunftspläne.
Mein Lieblingsort ist …
Alexander Reiter: Ich habe 2 Lieblingsorte: Der eine ist im 5. Stock des Büros der Wohnbaugruppe ENNSTAL hier in Liezen. Hier habe ich einen herrlichen Ausblick ins Ennstal und auf den Grimming. Der andere Lieblingsort ist zuhause in Wels in unserer Küche. Dort haben wir eine kleine Kochinsel und es ist ein sehr schönes Gefühl, wenn man mit der Familie um diese Kochinsel herumsteht und den Tag Revue passieren lässt.
Wohnqualität bedeutet für mich …
Alexander Reiter: Natürlich könnte man das technisch definieren – über die Lage, Wohnungsgröße oder Ausstattung. Ich sehe das aber eher auf der emotionalen Ebene. Wohnqualität hat mit Wohlfühlen zu tun: die eigenen 4 Wände, in denen man sich wohlfühlt. Es macht dabei keinen Unterschied, ob es sich um eine Mietwohnung, eine Eigentumswohnung, ein Reihenhaus oder ein Einfamilienhaus handelt. Es gibt einfach unterschiedliche Wohn-Typen – für den einen passt die Mietwohnung besser, für die andere das Reihenhaus. Wir versuchen hier, für jeden Menschen das passende Angebot zu haben, damit man sich frei entscheiden kann.
Auf der Couch liege ich …
Alexander Reiter: Meistens nie. Weil den Platz meine Frau und meine Kinder besetzt haben. Für mich bleibt nur Platz zum Sitzen.
Mein persönlicher ökologischer Fußabdruck …
Alexander Reiter: Ich bin über 20 Jahre lang täglich mit dem Zug von Wels nach Linz gependelt. Jetzt bin ich zwar mit dem Auto zwischen unseren Standorten in Liezen, Graz und Ranshofen unterwegs. Die letzten Monate haben aber gezeigt, dass man einzelne Termine auch via Videokonferenz umsetzen kann. Dadurch spart man sich nicht nur Wegzeit, sondern auch sehr viel CO2. Videokonferenzen können und sollen persönliche Gespräche nicht ersetzen. Aber es gibt viele Anlässe, für die Online-Treffen eine gute Lösung sind und das forcieren wir stark. Man kann die gesparte Zeit bewusster einsetzen und auch das Klima profitiert. Ich stelle mir auch die Frage nach dem persönlichen Fußabdruck und auch meine Kinder fragen mich danach. Unter den Schülern ist das ja ein sehr brennendes Thema – das finde ich sehr wichtig und begrüßenswert. Es war auch schon zu meiner Schulzeit, da waren Umweltverschmutzung, Radioaktivität und Regenwaldabholzung ein sehr großes Thema. Auf einmal wurde aber nicht mehr darüber gesprochen, weil die Autos durch Katalysatoren sauberer gewirkt haben und es CO2-Zertifikate gab. Mich hat eigentlich schockiert, dass Klimaschutz über viele Jahre praktisch kein Thema mehr war. Deshalb finde ich es umso begrüßenswerter, das heute wieder darüber gesprochen wird.
Umziehen bedeutet für mich …
Alexander Reiter: Vorfreude auf eine neue, bessere Wohnsituation. Meistens ist es auch mit Ausmisten und Wegwerfen verbunden. Und ich persönlich denke dabei auch an meinen bevorstehenden Umzug nach Liezen, auf den ich mich sehr freue.
Die Wohnbaugruppe ENNSTAL zeichnet aus …
Alexander Reiter: Dass sie am Puls der Zeit agiert und intern sehr gut organisiert ist. Die Arbeitsabläufe sind standardisiert und werden von gut ausgebildeten und sehr engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern umgesetzt. All das ist verbunden mit einer hervorragenden Unternehmenskultur, die man in vielen anderen Unternehmen erst suchen muss. Diese besondere Unternehmenskultur trägt sicher maßgeblich dazu bei, dass wir für die Zukunft sehr gut aufgestellt sind.
